Tango tanzen – gut für Ihre Gesundheit

Besser als Medizin ist Tanzen allemal, besonders Tango tanzen. Der argentinische Paar-Tanz fasziniert nicht nur Zuschauer, sondern fördert auch das Selbstbewusstsein und hat viele positive Einflüsse auf die Gesundheit der Tänzer. Seine Hochblühte erlebte er in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Seit einigen Jahren findet Tango wieder zahlreiche Anhänger. Mit gutem Grund: der Tanz ist eine Wohltat für uns.

Körperliche Fitness

Die aufrechte Haltung beim Tanz wird so sehr verinnerlicht, dass wir diese auch in den Alltag mitnehmen. Beim Tanzen werden vielerlei Muskeln gestärkt: Beine, Rücken, Arme, Schultern und Bauch werden trainiert. Wir verbessern unsere Feinmotorik und kognitiven Fähigkeiten durch die Koordination der Schrittfolgen und bekommen dadurch ein besseres Körpergefühl. Ganz nebenbei verbessern wir unser Rhythmusgefühl.

Tango tanzen ist wie Fitnesstraining – aber ohne Anstrengung, denn wir konzentrieren uns beim Tanzen auf die Musik, den Rhythmus, die Schrittfolgen, unsere Körperhaltung und natürlich auf unseren Partner. Dass wir dabei an unserer Fitness arbeiten, tritt glücklicherweise völlig in den Hintergrund.

Geistige Fitness

Tango tanzen ist anspruchsvoll für unser Hirn. Der Tanz fordert Aufmerksamkeit und Konzentration und fördert dadurch unsere Denkfähigkeit. Unser Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis wird mit der Zeit verbessert. Unmerklich verfeinern wir unser Gleichgewichtsgefühl und unseren Orientierungssinn. Besonders auffallend ist dies bei älteren Menschen, die schon nach wenigen Monaten mit regelmäßigem Tangotanz weniger vergesslich sind, sich besser konzentrieren können und im Alltag selbstsicherer auftreten. Das heißt aber nicht, dass nur ältere Menschen profitieren, auch Jüngeren ergeht es ähnlich: Sie fühlen sich geistig frischer und aufnahmefähiger.

Psychisches Wohlbefinden

Beim Tango tanzen spielen im Hintergrund Hormone mit. Durch den körperlichen Kontakt zum Tanzpartner werden Testosteron und Cortisol ausgeschüttet. Diese Hormone bewirken in unserem Körper ein kleines Wunder: wir fühlen uns körperlich attraktiver, ausgeglichener und selbstbewusster. Wir bauen Stress ab. Musik und Bewegung rücken den Alltag in weite Ferne und bringen uns dem Partner näher. Zumindest für die Dauer des Tanzes.

Doch Paare, die auch den Alltag miteinander bewältigen, kommen sich wieder näher. Beim Tanzen sind beide gleichsam gefordert, auf den anderen einzugehen, auf feinste Hinweise während des Tanzens zu achten und darauf entsprechend zu reagieren. Das bringt seelische Nähe, Verständnis füreinander und Intimität. Es braucht zwei, um Tango zu tanzen – alleine wird das nichts. Ist dieser einst anrüchige Tanz nicht Sinnbild für einen kokettierenden, fordernden Dialog zwischen zwei Menschen, die ihre eigene Attraktivität und die Reaktion darauf testen wollen? Diese Erkenntnis kann auch im Alltag ein Aha-Erlebnis hervorrufen und soll schon manche Beziehung gerettet haben.

Nicht umsonst hat sich sogar die Wissenschaft mit den Wirkungen des Tango Tanzens auf unser körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden beschäftigt. Die Erkenntnisse sind durchwegs positiv.

Warten wir also nicht länger, sondern holen uns dies große Portion Glücksgefühl, die uns der argentinische Tanz schenkt.